Kircher Krista

Gebiet
Koroška (Avstrija)
Tätigkeit
Keramikgestaltung, Kerzengießerei
Materialien
Ton, Wachs
Produkte
Zierkeramik, Kerzen

Krista Kircher, Jahrgang 1949, ist Autodidakt. Das erste Mal kam sie mit Wachs in Berührung, als sie mit den Kindern der Firmlingsgruppe, mit welchen sie in Petschnitzen und Unterferlach bereits seit zwei Jahrzehnten arbeitet, aus übriggebliebenem Wachs die erste Osterkerze gegossen hat. Später hat sie, da sie sich besonders für die Abfallverwertung interessiert, auch zu Hause begonnen Kerzen zu gießen. Zu Beginn hat sie die Kerzen verschenkt, in der Zwischenzeit werden sie bestellt, insbesondere für Taufen, Firmungen, Hochzeiten und Begräbnisse. Sie bewahrt Fotografien von all ihren Produkten auf, nach diesen Modellen wählen die Leute Größe und Form der Kerzen sowie die Verzierungen.
Der Wachsabfall aus Gasthäusern und Hotels wird nach Farben sortiert und mit einem Messer gereinigt. Das Wachs, dem Stearin beigefügt wird, damit es langsam schmilzt, wird in einem Topf im Wasserbad geschmolzen. Bei circa 70° Celsius wird das Wachs in eigens dafür angefertigte Holzmodelle in verschiedenen Größen gegossen. Den Docht befestigt sie im unteren Teil des Modells mit einem Knopf, im oberen mit einer mittig quer gelegten Nadel. Aufgrund der hohen Temperatur des Wachses beginnt das Wachs während des Abkühlens sich in der Mitte abzufallen. Diese Stellen werden am Folgetag mit Wachs aufgefüllt. Die Kerzen lassen sich leichter wieder aus dem Modell lösen, wenn sie davor noch eine Zeit lang im Kühlen stehen. Alle Kerzen werden mit gekauften Blättchen, Bändern, Blüten, sowie Aufschriften aus Wachs verziert, die sie ausschneidet und bei passender Temperatur mit dem Finger auf der Unteralge befestigt. Die Zierkerzen überpinselt sie mit einem besonderen Kerzenlack.

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