Peter Kos hat die Kunst der Herstellung von Dachschindeln von seinem Vater gelernt. Er ist einer der wenigen, der diese früher in der Region Koroška weiter verbreitete alte Handwerkskunst noch beherrscht. Fichtenschindeln stellt er schon seit seinem 15. Lebensjahr her, zum Teil wegen seines Talents und weil er es gerne macht, zum Teil aber auch, um zu überleben. Zur Herstellung einer hochwertigen Schindel sucht er geeignetes, im Winter geschlägertes Fichtenholz aus. Er verwendet die teuersten und hochwertigsten, astlosen Fichtenstämme. Den entrindeten Stamm zerschneidet er in Blöcke von 110 cm Länge oder nach Maß. Dann wird jeder Block der Länge nach in sechs Teile zerteilt, woraus mit Hilfe des Schindelmessers Schindel gespalten werden. Die Schindeln werden zum Trocknen aufgestellt und schließlich zu 25 Stück gebunden. Auf Paletten werden sie zur Imprägnierung gebracht. Mit der Hilfe von Freunden deckt er mit den Schindeln auch Häuser. Die meisten Aufträge erhält er zur Eindeckung von Bildstöcken, Ferienhäusern und Getreidespeichern. In den letzten Jahren hat er bemerkt, dass in Kärnten das Decken von Häusern mit Schindeln mehr geschätzt wird, weshalb er nun auch mit der Produktion von Lerchenschindeln beginnen will.