Anbau und Verarbeitung von Flachs in Davča

Im Dokumentarfilm Vom Samen zur Leinwand wird die ganzjährige Arbeit beim Anbau und bei der Verarbeitung von Flachs (Lein) eingefangen. In der Vergangenheit zählte die Leinenweberei zu den wichtigsten Wirtschaftszweigen im Gebiet von Škofja Loka, aber nach dem Zweiten Welkrieg begann sie ihre wirtschatliche Bedeutung zu verlieren. Im Dorf Davča hat sich die Tradition des Anbaus und der Verarbeitung von Flachs bis zum heutigen Tag erhalten. Dass beides ungemein komplexe und langwierige Verfahren sind, belegt auch das Sprichwort »Lein ist Lein, Jahr und Tag wird mit ihm Arbeit sein«. Im Sommer wurde Flachs gesät, er reifte bis Herbstbeginn, dann wurde er geerntet, getrocknet und zur Weiterverarbeitung vorbereitet. Dabei waren Flachsbrechlerinnen unverzichtbar, die den Flachs brachen und hechelten und ihn so fürs Spinnen herrichteten. Das gesponnene Leingarn wurde zur weiteren Verarbeitung an Männer übergeben, denn das Weben am Webstuhl war vor allem Männerarbeit.

(Katka Žbogar und Katarina Sekirnik, Handwerkszentrum DUO Škofja Loka, Entwicklungsagentur Sora)